Praxistransfer inklusive!
von Marit Alke
Nachhaltiges Lernen durch kombiniertes Training: Praxistransfer sozialer Kompetenzen systematisch integrieren
Themen: Train the Trainer, Trainingsmethoden
Worum geht es in diesem Buch?
Dieses Fachbuch widmet sich der essenziellen Frage, wie der Praxistransfer von sozialen Kompetenzen nachhaltig gelingt. Herkömmliche Präsenzseminare stoßen hier oft an ihre Grenzen, denn echtes Lernen und die Verankerung neuer Verhaltensweisen beginnen erst mit der konsequenten Anwendung im Arbeitsalltag. Marit Alke präsentiert ein fundiertes Konzept kombinierter Lernprozesse, das arbeitsbasiertes Lernen systematisch mit traditionellen Lernformaten wie Seminaren und E-Learning verbindet.
Im Zentrum steht die bewusste und mehrfache Durchlaufung des Lernzyklus des Erfahrungslernens: Ausprobieren, Erfahren, Reflektieren und Schlussfolgern. Das Buch identifiziert vier entscheidende Bausteine für Transfererfolg: die Entwicklung eines individuellen „Modells guten Handelns“, die angeleitete Reflexion im Arbeitsprozess, die Vernetzung der Teilnehmer zur gegenseitigen Unterstützung (z. B. durch kollegiale Beratung) sowie eine strukturierte Lernprozess- und Transferbegleitung durch Tutoren.
„Praxistransfer inklusive!“ beleuchtet detailliert, warum Transfer oft scheitert – sei es durch die Macht der Gewohnheit, die Lücke zwischen Verstehen und Umsetzen, mangelnde Dringlichkeit im Arbeitsalltag oder unvorhergesehene Reaktionen des sozialen Umfelds. Es liefert praxisnahe Strategien, um diese Hürden zu überwinden und Trainings zukunftsfähig zu gestalten. Die Rolle des Trainers wandelt sich dabei vom reinen Wissensvermittler zum Manager von Lernprozessen, wobei die Verantwortung für den Transfer auf alle Beteiligten – Auftraggeber, Vorgesetzte und Teilnehmer – verteilt wird. Das Werk bietet konkrete Ansatzpunkte für die Gestaltung, Abrechnung und den Umgang mit Widerständen in solchen Prozessen, um den Lernerfolg messbar und dauerhaft zu sichern.
Welche Probleme löst das Buch?
- Geringer Praxistransfer von Seminarinhalten in den Arbeitsalltag
- Mangelnde Nachhaltigkeit von Trainingsmaßnahmen und Verpuffen von Lernerfolgen
- Schwierigkeiten bei der Überwindung etablierter Verhaltensmuster
- Fehlende Instrumente zur systematischen Begleitung von Transferphasen
- Ungenügende Anpassung von Trainings an die individuellen Bedürfnisse und Kontexte der Teilnehmer
- Widerstände bei der Umsetzung neuer Verhaltensweisen im sozialen Umfeld
Für wen ist dieses Buch?
- Trainer*innen und Coaches
- Die eigene Trainingspraxis durch innovative Methoden zur Förderung des Praxistransfers erweitern und nachhaltigere Lernerfolge erzielen.
- Personalentwickler*innen
- Effektive Weiterbildungsprogramme gestalten, die den Transfer sozialer Kompetenzen in den Arbeitsalltag sicherstellen und den Return on Investment von Trainingsmaßnahmen erhöhen.
- Führungskräfte
- Mitarbeiterentwicklung durch gezielte Begleitung von Lernprozessen und Förderung des Transfers in die tägliche Arbeit unterstützen.
- Selbstständige Berater*innen
- Das eigene Dienstleistungsportfolio um Konzepte für nachhaltiges Training und Transferbegleitung erweitern.
Das nimmst du mit
- Das Konzept der kombinierten Lernprozesse zur systematischen Verknüpfung von arbeitsbasiertem Lernen mit traditionellen Trainingsformen
- Die Bedeutung des Lernzyklus des Erfahrungslernens (Ausprobieren – Erfahren – Reflektieren – Schlussfolgern) für nachhaltige Verhaltensänderungen
- Vier Kernbausteine des Transfererfolgs: Modell guten Handelns, Reflexion im Arbeitsprozess, Vernetzung der Teilnehmer und Lernprozessbegleitung
- Strategien zur Überwindung typischer Transferhindernisse wie die Macht der Gewohnheit oder fehlende Dringlichkeit
- Die veränderte Rolle des Trainers vom Wissensvermittler zum Manager von Lernprozessen
- Praktische Instrumente und Methoden wie Transfercoaching, kollegiale Beratung, Action Learning und Persönliche Entwicklungspläne
- Ansätze zur Evaluation kombinierter Lernprozesse und zur Messung des Lernerfolgs
Über die Autorinnen und Autoren
Marit Alke
Die Expertin für onlinegestützte Lernprozesse ist Autorin des Buches “Praxistransfer inklusive!“ (managerSeminare 2008). Sie berät Unternehmen, Trainer und Trainerausbilder dabei, Trainings durch das Denken in Prozessen wirkungsvoller zu machen. Sie bloggt zu dem Thema und bietet Online-Programme an.
Häufige Fragen
- Warum ist der Praxistransfer von Trainings oft schwierig?
- Der Praxistransfer scheitert häufig, weil gewohntes Verhalten schwer aufzugeben ist, verstandenes Wissen nicht direkt umgesetzt wird, andere Prioritäten im Arbeitsalltag bestehen und das soziale Umfeld unvorhersehbar reagiert. Trainings sind oft punktuell und berücksichtigen diese systemischen Faktoren zu wenig.
- Was sind kombinierte Lernprozesse und wie fördern sie den Transfer?
- Kombinierte Lernprozesse, auch Blended Learning genannt, verbinden verschiedene Lernelemente – wie Seminare, E-Learning und arbeitsbasiertes Lernen – systematisch miteinander. Sie ermöglichen ein mehrfaches Durchlaufen des Lernzyklus des Erfahrungslernens und integrieren den Transfer aktiv in den Lernprozess.
- Welche Rolle spielt der Trainer in kombinierten Lernprozessen?
- Die Rolle des Trainers wandelt sich vom reinen Wissensvermittler zum Manager und Begleiter von Lernprozessen. Er unterstützt die Teilnehmer dabei, eigene Lernziele zu entwickeln, reflektiert mit ihnen Praxiserfahrungen und fördert die Vernetzung untereinander.
- Welche konkreten Methoden unterstützen den Praxistransfer?
- Zu den wirksamen Methoden gehören unter anderem Transfercoaching, kollegiale Beratung, Action Learning, Transferzirkel und die Entwicklung Persönlicher Entwicklungspläne. Diese Elemente sind darauf ausgelegt, das Lernen direkt im Arbeitskontext zu verankern und zu begleiten.
- Wie können Widerstände gegen neues Verhalten im Praxistransfer überwunden werden?
- Widerstände können durch eine präzise Auftragsklärung, die Etablierung verbindlicher Lernziele, flexible Lernwege und die Förderung einer selbstkritischen Reflexion der Interaktionen im sozialen Umfeld minimiert werden. Eine Transferspirale statt einer linearen Kausalkette ist hierbei zielführend.
- Wie wird die Nachhaltigkeit von Trainingsmaßnahmen gesichert?
- Nachhaltigkeit wird durch die Integration von Transferphasen als festen Bestandteil des Lernprozesses erreicht. Dies beinhaltet langfristige, bewusste Anwendung neuen Verhaltens, verbindliche Zwischenstopps zur Reflexion und die Betrachtung des Transfers als eigenständiges Lernziel.
- Kann dieses Konzept auch für spezifische Weiterbildungsherausforderungen eingesetzt werden?
- Ja, das hier vorgestellte Konzept entfaltet sein volles Potenzial insbesondere bei schwierigen oder ungewöhnlichen Weiterbildungsherausforderungen, für die das traditionelle Präsenzseminar keine adäquate Lösung bietet. Es ermöglicht maßgeschneiderte Lernwege.